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Arbeitswelt 4.0: „So kann ich mein Unternehmen auf die Arbeitswelt der Zukunft vorbereiten“

Es war die Hannovermesse 2011, zu der der Begriff Industrie 4.0 an die Öffentlichkeit getragen wurde. Dies benannte eine Entwicklung, die sich bereits über einen längeren Zeitraum abzeichnete – die voranschreitende Digitalisierung. Diese industrielle Revolution wird nicht nur auf technologischer Ebene tiefgreifende Änderungen bewirken. Sie besitzt Einfluss auf gesamte Branchen, verändert Unternehmen und auch den Arbeitsmarkt. Heute trägt diese von rasch voranschreitenden Veränderungen geprägte Unternehmenskultur den Begriff Arbeitswelt 4.0. Unternehmen müssen im Hinblick auf diese Entwicklung nicht nur innovativ reagieren, sondern einen vorausschauenden Blick dafür entwickeln. So weit, so gut, doch wie lässt sich eine solche Mammutaufgabe bewältigen?

So stellst Du Dein Unternehmen auf die Veränderungen durch Digitalisierung ein

  • Innovationskompetenz der Mitarbeiter erkennen: Um mit den Veränderungen der Digitalisierung in der Arbeitswelt Schritt zu halten, bedarf es der richtigen MitarbeiterInnovationskompetenz spielt dabei eine große Rolle. Du benötigst Menschen mit einem Gespür für Branchenneuheiten und -entwicklungen. Solche, die bereit sind, Wagnisse einzugehen, sich an Veränderungen anzupassen und diese umzusetzen. Diese vorausschauend denkenden Mitarbeiter allein sind jedoch noch nicht der Schlüssel zum Erfolg. Setze auf eine vielschichtige Belegschaft. Erfahrungen, unterschiedliche Lebensläufe und Perspektiven sind es, die zusammen eine gut funktionierende Struktur ergeben, was uns direkt zum nächsten Punkt führt.

  • Kommunikation und Transparenz verbessern: Die Bereitschaft, Innovation zu betreiben und zu fördern, funktioniert nur auf der Grundlage transparenter Kommunikation. Für Dich in einer Führungsposition bedeutet das natürlich, dass Du mit gutem Beispiel voran gehst. So lässt sich Wissensaustausch als Teil der Unternehmenskultur etablieren. Führungskräfte müssen nicht nur auf die Digitalisierung, sondern auch auf die Ansprüche ihrer Belegschaft reagieren. Das in der Arbeitswelt fortschreitende Bedürfnis nach dezentralen Arbeitsformen ist ein Beispiel dafür. Dabei gilt es, einen wichtigen Faktor zu beachten: Nicht alle Mitarbeiter stehen der Digitalisierung aufgeschlossen gegenüber. Nimm diese Problematik ernst, indem Du Deine Mitarbeiter unterstützt, mit den Veränderungen umzugehen. Workshops, aktiver Austausch und unternehmensspezifische Weiterbildungen – leiste Überzeugungsarbeit. So vermeidest Du gleichzeitig eine Kluft zwischen der jungen, digital versierten Mitarbeitergeneration und dem älteren Mitarbeiterstamm. Dein Unternehmen sollte keine Ansammlung von nach außen abgeschotteten Abteilungen sein. Schaffe ein umfassendes, transparentes Netzwerk mit offenen Übergängen. Dazu gehören beispielsweise wechselnde Teams und Projekte sowie flache Hierarchien. Das bedeutet nicht, Führungspositionen abzuschaffen. Vielmehr ändert sich deren Charakter. Führungskräfte sind Experten, dienen als Vorbild und sind Ansprechpartner, sind mehr Coach als Chef. Zu dieser Position gehört auch die Bereitschaft, Aufgaben zu delegieren. Als Führungskraft bleibst Du trotzdem für weitreichende strategische Entscheidungen zuständig, gibst Strukturen und Richtungen der Arbeitswelt vor. Du unterstützt das transparente Wissensmanagement Deines Unternehmens. Hast Du dieses Grundgerüst zur Kommunikation geschaffen, bist Du fit für den nächsten Schritt.

  • Regelmäßiger Dialog mit Deinen Kunden und Geschäftspartnern: Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen dem Verhalten von Kunden und Geschäftspartnern und dem digitalen Wandel. Daher ist es wichtig, sich besonders bei Kunden stets über deren Bedürfnisse im Klaren zu sein. Damit lassen sich neue und innovative Konzepte entwickeln, die digitale Entwicklung und Kundenbedürfnisse in Einklang bringen. Den Dialog erreichst Du auf verschiedene Weise. Er hängt von Faktoren wie Deiner Branchenzugehörigkeit, der angebotenen Dienstleistung und Unternehmensart ab. Denkbar sind beispielsweise Firmenevents, Datenerhebungen (bsp. Verbrauchertrends) oder Feedbackinstrumente.Zum Dialog gehört auch, Branchenneuheiten gegenüber aufgeschlossen zu sein und sich an technologische Innovationen anzupassen. Hierbei kommt es wiederum darauf an, dass Deine Mitarbeiter und die Führungsebene dies in Vorbildfunktion mittragen.

Strategie für die Arbeitswelt 4.0

Wenn Du die drei genannten Punkte berücksichtigst, stellst Du Dich richtig auf die Arbeitswelt 4.0 ein. Hier kommt es darauf an, aktiv auf die Veränderungen durch die Digitalisierung zu reagieren. Dazu gehört eine transparente und kommunikative Unternehmensstruktur, die sich aus vielschichtigen Mitarbeitern zusammensetzt. In dieser ermutigst und förderst Du Innovation und übst eine offene Vorbildfunktion aus.

2017-09-26T16:58:35+00:00